Liposuktion Po

Die Leitlinien haben keine juristische Relevanz

Liposuktion, Liposculpturing, Körperformung, Fettabsaugung, Bodyforming
Autor: Dr. Gerhard Sattler

Nach einer entsprechenden Vorbereitung mittels Flüssigkeitsunterspritzung wird Fettgewebe mittels unterschiedlicher Kanülentechniken aus dem Körper herausgeleitet, welches entweder zuviel oder teilweise krankhaft verändert vorhanden ist.

Eine Liposuktion (Liposculpturing, Körperformung, Fettabsaugung, Bodyforming) ist ein Eingriff für einen hinsichtlich seiner Kreislaufstabilität und seines allgemeinen körperlichen Wohlbefindens gesunden Menschen. In solchen Fällen ist nach den heutigen Vorgehensweisen und Maßnahmen die Liposuktion in den allermeisten Fällen gefährdungsfrei durchzuführen. Ob die Liposuktion tatsächlich für den einzelnen Patienten die richtige Maßnahme darstellt, kann nur im Rahmen eines individuellen Aufklärungsgespräches besprochen werden.

Einer Liposuktion (Liposculpturing, Körperformung, Fettabsaugung, Bodyforming) widerspricht eine körperliche Abgeschlagenheit und Niedergeschlagenheit sowie akutes Krankheitsgefühl.

In diesem Fall sollte man eine solche Maßnahme lieber verschieben. Auch sollte man eine Liposuktion nicht durchführen, wenn man sich über das geplante Vorgehen noch nicht im Klaren ist und gefühlsmäßig noch mit sich ringt oder am Zaudern ist. Im Rahmen von Gerinnungsstörungen und unklaren allergischen Reaktionen sollte ebenfalls von einer solchen operativen Maßnahme abgesehen werden.

Im Gegensatz zur Diät werden bei der operativen Entfernung von Fettgewebe (Liposuktion, Liposculpturing, Körperformung, Fettabsaugung, Bodyforming) die Stammzellen aus dem Gewebe herausgelöst und durch die hierbei entstehende Wunde erfolgt eine Wundheilung mit dem dann sich zwangsweise ausbildenden Narbengewebe. Dieses Narbengewebe ist der Stützapparat der Haut, die sich in Abhängigkeit davon, wie die Liposuktion durchgeführt wird, umkonfiguriert. Das heißt: Die Haut wird nicht weggeschnitten sondern schrumpft sich aufgrund der veränderten Unterhautgewebe-Verhältnisse von alleine zurecht.

Zunächst wird bei der Tumeszenzlokalanästhesie-Liposuktion nach Anzeichnung und Besprechen der Operationsplanung mit dem Patienten eine Vorbereitung zur Betäubung aber auch zur Gewebsvorbereitung vorgenommen. Mittels einer Infiltrationspumpe werden mehrere Liter Flüssigkeit in das Zielareal hineingeleitet, bis es zu einer wassermelonenartigen, prallen Füllung des Unterhautfettgewebes kommt. Danach ist das Gewebe so stabilisiert, dass trotz des Aufhängeapparates, welcher die Haut von innen festhält, mittels einer entsprechenden Kanülentechnik Fettgewebe aus dem Unterhautgeweberaum herausgeleitet werden kann. Postoperativ werden die Zugangsstellen nur zugeklebt und für eine Woche wird ein Kompressionsmieder angelegt.

Die postoperative Drainage erfolgt durch die Schwerkraft und spült hierbei durch am unteren Pol des Behandlungsgebietes angeordnete Zugangsstellen das Hämatom wieder hinaus. Diese Drainage ist für ca. 24 Stunden zu beobachten.

In Abhängigkeit von dem gewünschten Behandlungsgebiet kann die Liposuktion (Liposculpturing, Körperformung, Fettabsaugung, Bodyforming) in vielen Fällen ambulant durchgeführt werden, eine postoperative Nachbetreuung ist jedoch in jedem Fall anzuraten. Durch heraustretende Flüssigkeiten im postoperativen Verlauf ist eine kurze postoperative Nachsorge in der Klinik oder im klinikähnlichen Umfeld für einen Tag sinnvoll.

In den allermeisten Fällen sollte von einer Vollnarkose im Rahmen der Liposuktion abgesehen werden. Die Vollnarkose verbietet die Korrespondenz mit dem Patienten während des Eingriffes, so dass keine Äußerung und Kommunikation zwischen Patienten und dem Operateur stattfinden kann.

Des Weiteren ist die Umlagerung nur in einem Wachheitszustand selbstständig von dem Patienten durchzuführen. Speziell hierbei sind die Lagerungstechniken von ganz besonderer Wichtigkeit. Die Lokalanästhesie wird mittels der Tumeszenzlösung in den Körper eingebracht. Zusätzliche anästhesiologische Hilfestellung mit einer mini-dosierten Dämmerschlafdosis garantiert völlige Schmerzfreiheit während des Eingriffs.

Die Liposuktion (Liposculpturing, Körperformung, Fettabsaugung, Bodyforming) im Jahr 2001 ist zu einer überschaubaren und gut verträglichen Operationsmethode geworden, die bei sachgemäßer Vorgehensweise ein Minimum an Risiko birgt. Aus diesen Gründen sollte einer Liposuktion nicht mit zu großer, übersteigerter Angst entgegengeblickt werden. Vernünftig ist, sich pro Behandlungstag nicht zu viel auf einmal vorzunehmen und den Eingriff überschaubar zu halten. Mehrere Einzelschritte sind sicherlich erfolgreicher als ein großer Rundumschlag, der nicht im Detail optimal sein kann.

Es sollte ein Kompressionsmieder für die Dauer von 1-2 Wochen getragen werden. Die Anwendung dieses Mieders kann im Bedarfsfall selbstverständlich auch länger sein. Körperliche Schonung sollte zum Teil eingehalten werden, Patienten mit absolutem Wohlbefinden haben hier jedoch kein Verbot, körperlichen Aktivitäten postoperativ direkt nachzugehen. Sportliche Aktivitäten sollten für 1-2 Wochen reduziert werden.

Die mannigfaltigen Komplikationen, von den letzten 20 Jahren reichhaltig bekannt, können unter der heutigen Operationstechnik weitgehend vermieden werden. Leichte Hautunregelmäßigkeiten und insbesondere niedriggradiges Narkoserisiko sind die wesentlichen Grundrisiken, die hier genannt werden müssen. Ebenso ist im Rahmen des postoperativen Verlaufes ein dysästhetisches Gefühl im Bereich der abgesaugten Hautareale durchaus typisch, es geht jedoch ohne weitere Behandlung von alleine zurück.

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt Ihres Vertrauens sollte auch nach dem Eingriff beibehalten werden – umso besser kann der Betreuende Sie während der Behandlung lenken und führen und Ihnen auch bei entsprechender Fragestellung spontan und rasch Rede und Antwort stehen. Eine Kontrolle wird üblicherweise nach 1-2 Wochen und im Hinblick auf die medizinische Gesundung des Patienten durchgeführt. Eine weitere, kosmetische Kontrolle folgt nach 3-4 Monaten, da nach dieser Zeit der Punkt der maximalen Hautschrumpfung eintritt und somit das kosmetische Ergebnis besonders gut beurteilt werden kann.

Eine Liposuktion (Liposculpturing, Körperformung, Fettabsaugung, Bodyforming) kann nicht rückgängig gemacht werden, denn bereits einmal abgesaugtes Fettgewebe wird nicht mehr nachwachsen. Insofern liegt in dieser Frage auch das Risiko der Liposuktion – insbesondere bei schlanken Patienten. Wenn eine verunglückte Liposuktion Verwachsungen herbeiführt, dann werden sich diese Narben im weiteren Verlauf unter der Haut nicht mehr zurückbilden. Somit kommt dem Ersteingriff eine sehr hohe Bedeutung zu und wiederholte Liposuktionsmaßnahmen können alte bestehende Narbenverziehungen trotzdem nicht lösen.

Bei normalem Wundheilungsverlauf ist die Behandlung einer Körperzone mehrmals ohne weiteres möglich, insbesondere gibt es hier die 70%-Regel, die besagt, dass bei einer schonenden Absaugung/Liposuktion ca. 70% des bestehenden Fettgewebes in einem Geweberaum entfernt werden. Wenn man nach einem Jahr das gleiche Areal wieder besaugt, dann werden sich von den verbliebenen 30% Stammfettzellen wiederum 70% entfernen lassen; das würde also quasi 21% bedeuten. Nach einem weiteren Jahr kann man die Haut und den Befund ein drittes Mal schrumpfen, so dass nach 3 Sitzungen im Rahmen der 70%-Regel ungefähr 97% des Fettgewebes entfernt sind. Damit führt die wiederholte Reduktion zu einer drastischen Veränderung und Verringerung der Hautausdehnung und Hautoberfläche. Es wird also Haut mittels Schrumpfung im Rahmen der Wundheilung reduziert, ohne dabei Haut mittels Ausschneidung zu entfernen.