Die Zahl der gefälschten Medikamente aus dem Internet steigt

Die Zahl der gefälschten Medikamente aus dem Internet steigt:Experten der GÄCD warnen vor unechten Präparaten

Bad Soden, 2. Juni 2010. – Die Vorstellung klingt furchtbar: Frau mittleren Alters entscheidet sich für eine ästhetische Behandlung und wird beim Arzt mit einer Hyaluronsäure behandelt, um ihre Gesichtsfalten zu unterfüttern. Was sie nicht weiß: Der Arzt hat das Präparat im Internet bestellt. Was beide nicht wissen: Er handelt illegal. Das Arzneimittelgesetz, Paragraph 43-45, schreibt eine deutsche Apotheke als Vertriebsweg für verschreibungspflichtige Medikamente vor. Was passieren könnte: Aufgrund unsachgemäßer Lagerung des Präparates oder gar Verwendung eines Plagiats mit ungeprüften Inhaltsstoffen könnte nach der Behandlung das Aussehen der Frau massiv verändert oder gar entstellt sein. Nun warnen Experten der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) vor der blinden Bestellung Im Internet. „Selbstverständlich können die Hersteller von Fillern und Botulinumtoxinen nur für direkt bei ihnen bestellte Präparate Garantien übernehmen“, so der GÄCD-Präsident Dr. Gerhard Sattler und warnt ausdrücklich vor „Billigangeboten“ aus dem Netz.

Das Gesundheitsministerium NRW warnt

Gefälschte Anti-Faltenmittel aus dem Internet veranlassten das Gesundheits-ministerium in Nordrhein-Westfalen dazu, im April 2010 eine Warnung auszusprechen. Konkret geht es um eine Hyaluronsäure, welche man im Internet unter anderem Namen erwerben kann. Zum jetzigen Zeitpunkt sind zwar noch keine gravierenden Nebenwirkungen bekannt, doch sei das Mittel funktionslos und schlimmere Folgen können nicht ausgeschlossen werden. „Oberste Priorität muss die Sicherheit sein. Und so geht auch unser Appell an die Patientinnen und Patienten, sich im Vorfeld einer Behandlung genau über den Filler oder das Botulinumtoxin und damit über die verwendeten Inhaltsstoffe zu informieren“, so  Dr. Sattler.

Patientenpass bietet Patientenschutz

Experten schätzen, dass bis zu 70 Prozent der Patienten, die eine Faltenbehandlung vorgenommen haben, nicht wissen, mit welchem Material sie behandelt wurden. „Mit unserem Patientenpass ist es für Arzt und Patient möglich, Eingriffe dezidiert festzuhalten. Somit ist immer nachvollziehbar, welcher Eingriff wann vorgenommen wurde und vor allem mit welchen Materialien“, erläutert Dr. Sattler. Das diene zum Schutz der Patienten und der Minimierung von späteren Nebenwirkungen. Denn: Bei eintretenden Komplikationen oder Folgebehandlungen liegen dem Arzt alle bisherigen Behandlungsdaten vor.

Größter interdisziplinärer Fachverband für Ästhetische Chirurgie

Die GÄCD vereint mit zurzeit ca. 450 Mitgliedern als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter ihrem Dach. Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie innerhalb ihrer jeweiligen Fachgebiete: Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde mit Zusatzbezeichnung Plastische und Ästhetische Operationen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit Zusatzbezeichnung Plastische und Ästhetische Operationen sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen gehören.

Weitere Infos unter: www.gacd.de, Infotelefon: 06196/ 652492

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Aktuelle Presse:

Stellungnahme der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. – PIP-Brustimplantate

Aktuelle Veranstaltungen:

66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie und Praxisführungsseminar

Hamburg, 01.-05.06.2016

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11. Düsseldorfer Brustkrebs-Konferenz

Düsseldorf, 17.-18.06.2016

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1. Marbella International Plastic Surgery Summer School MIPSS

Marbella , 28.-30.07.2016

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