Macht Botulinumtoxin dumm?
Experten der GÄCD warnen vor Panikmache

Bad Soden, im Juni 2010 – Viele Deutsche schwören im Kampf gegen das Altern auf die angebliche Wunderwaffe Botulinumtoxin. Seine Vorteile springen schnell ins Auge: Es wirkt schnell, es wirkt lange, es wirkt effektiv. Laut diverser Medienberichte können minimalinvasive Eingriffe mit Botulinumtoxin Nebenwirkungen verursachen. Das Sprachverständnis werde angeblich beeinträchtigt. Dr. Gerhard Sattler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD), zweifelt an den aktuellen Vorwürfen. „Wir verwenden Botulinumtoxin seit mehreren Jahrzehnten in der Ästhetik und in der Medizin bei Erwachsenen und sogar Kindern in wesentlich höheren Dosierungen. Bislang sind uns keine negativen Auswirkungen auf Gehirnaktivitäten bekannt“, konstatiert Dr. Sattler. „Patienten sollten sich daher von Schlagzeilen aus den Boulevardzeitungen nicht beunruhigen lassen.“ Verschreibungspflichtige Medikamente aus der Ästhetik werden immer wieder mit Negativschlagzeilen konfrontiert. Auslöser für die aktuellen Schlagzeilen ist eine Studie der US-Universität Wisconsin-Madison, bei der ein Team um den Forscher David Havas herausgefunden haben will, dass sich das Sprachverständnis bei Patienten nach einer Botulinumtoxinbehandlung verlangsamt. Dr. Sattler gibt zu bedenken, „dass die Studie an nur 20 Probanden durchgeführt wurde und aufgrund dieser niedrigen Teilnehmerzahl wissenschaftlich nicht anerkannt ist.“ Demgegenüber stehen Studien, die beweisen, „dass Botulinumtoxin am Injektionsort gebunden und abgebaut wird. Der Wirkstoff diffundiert also nachweislich nicht in weitere Körperareale wie das Gehirn.“ Botulinumtoxin gehört weltweit zu einem der am häufigsten getesteten verschreibungspflichtigen Medikamente, die von US-amerikanischen und deutschen Zulassungsbehörden regelmäßig geprüft werden. Der generelle Appell der GÄCD-Experten: • Keine zu schnell aufeinanderfolgenden Behandlungen. • Nicht blenden lassen von vermeintlich risikoarmen, günstigen Flatrates• Langfristige Erfahrungen des Arztes erfragen. Die GÄCD vereint zurzeit ca. 460 Mitglieder als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter ihrem Dach. Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie innerhalb ihrer jeweiligen Fachgebiete: Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde mit Zusatzbezeichnung Plastische und Ästhetische Operationen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit Zusatzbezeichnung Plastische und Ästhetische Operationen sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen gehört. Weitere Infos unter:

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Hamburg, 01.-05.06.2016

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Düsseldorf, 17.-18.06.2016

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1. Marbella International Plastic Surgery Summer School MIPSS

Marbella , 28.-30.07.2016

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