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PIP-Brustimplantate: Fachärzte loben die AOK Rheinland/Hamburg für Bereit-schaft zur Kostenübernahme beim Austausch schadhafter Implantate - GÄCD: Bisher keinerlei Anhaltspunkte für erhöhte Brustkrebsgefahr

Bad Soden. Die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (GÄCD) hat die Ankündigung von Wilfried Jakobs, Vorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, als „vorbildlich“ begrüßt, bei allen Patientinnen, die PIP-Implantate erhalten haben, die Kosten für den Austausch zu übernehmen. Die Kostenübernahme betreffe auch den Ersatz durch neue Implantate, versi-cherte Jakobs in einem Telefonat mit dem Präsidenten der GÄCD, Dr. Matthias Gensior. Die AOK geht dabei sogar noch weiter. Die Kostenübernahme betreffe nicht nur Patientinnen, die zu Lasten der AOK Implantate erhalten hätten, sondern auch diejenigen, die aus rein ästhetischer Indikation einen Brustaufbau wünschten. Mit dieser Aussage setze die AOK-Maßstäbe, denn bisher haben sich andere Krankenkassen in Deutschland noch nicht ange-schlossen. Allerdings sei die Kostenübernahme an einige Bedingungen geknüpft: Patientin-nen müssten über die AOK Rheinland/Hamburg versichert sein, und der Austausch dürfe ausschließlich bei zur gesetzlichen Versorgung zugelassen Einrich-tungen wie Krankenhäusern oder niedergelassenen Ärzten erfolgen.

Erneut warnte die GÄCD vor Hysterie. GÄCD-Chef Dr. Gensior: „Es gibt bisher keinerlei An-haltspunkte dafür, dass die schadhaften PIP-Implantate im Fall von Rissen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko mit sich bringen. Silikongel verursacht keinen Krebs. Wir haben mit Silikon 40 Jahre Erfahrung."

Frauen mit PIP-Implantaten werde empfohlen, jetzt eine ärztliche Überprüfung vornehmen zu lassen und dies alles sechs Monate zu wiederholen. Gensior: „Jede Operation hat ein Ope-rationsrisiko, und deswegen sollte nicht einfach unüberlegt operiert werden."

Hinweis: Bei Rückfragen und Interview-Anfragen wenden Sie sich bitte an K. Kelle / KelleCOM unter 0173-66 73 741.

Größter interdisziplinärer Fachverband für Ästhetische Chirurgie
Die GÄCD vereint mit zurzeit ca. 450 Mitgliedern als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter ihrem Dach. Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie innerhalb ihrer jeweiligen Fachgebiete: Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde mit Zusatzbezeichnung Plastische und Ästhetische Operationen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit Zusatzbezeichnung Plasttrennungische und Ästhetische Operationen sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen gehören.
Weitere Infos unter: www.gacd.de, Infotelefon: 06196 / 6524923

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