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Qualitätssichernde Maßnahmen in der Ästhetischen Chirurgie in Gefahr?

Die GÄCD zum Urteil des Bundesverfassungsgericht

Bad Soden, im April 2011 – Mit Urteil vom 1.Februar 2011 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass auch Operationen und medizinische Behandlungen außerhalb des eigenen Fachgebietes stattfinden dürfen. Geklagt hatte ein Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der auch Brustvergrößerungsoperationen durchführte. Das Berufsgericht Hamburg hatte ihm diese fachfremden Operationen untersagt. Das Bundesverfassungsgericht hob dieses Urteil auf unter Hinweis auf §12 des Grundgesetzes, der die freie Berufsausübung gewährleistet. Es stellte dabei fest, dass jeder approbierte Arzt quasi eine Generalzulassung für alle medizinischen Behandlungen habe, sofern die entsprechenden Voraussetzungen gegeben wären. Ein Facharzt dürfe somit auch fachfremde Operationen durchführen, sofern dies nur einen geringen Anteil seiner Tätigkeit ausmache. Ein Gefährdungspotential für die Patienten sei hierdurch nicht gegeben.
Dieses Urteil des obersten Bundesgerichts lehnt also eine Monopolstellung einzelner Berufsgruppen ab. Einerseits positiv, andererseits kann dies in den Augen der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. ( GÄCD ) aber auch zu einem gefährlichen Rückschritt für qualitätsicherende Maßnahmen für die ästhetische Chirurgie und Medizin führen. Nicht ohne Grund wurde von der GÄCD vor 5 Jahren für jeden Fachgebietsbereich ein Eingriffskatalog erstellt, der von den für das Fachgebiet spezialisierten Ärzten eingehalten wird. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Selbstbeschränkung der Mitglieder der GÄCD auf den Tätigkeitsbereich, der durch die eigene Facharztweiterbildung abgedeckt ist. Dies hat zu einer spürbaren Harmonisierung unter nahezu allen in der Gesellschaft organisierten Ärzten geführt. Im Ausland findet diese Indikationsliste weltweit große Anerkennung, die GÄCD wird gerade deswegen als besonders fortschrittliche Gesellschaft angesehen. Das Urteil des Bundesverfassungsgericht könnte diese fachspezifische Indikationsliste entwerten. Auch die bestehende Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern werden durch dieses Urteil in Frage gestellt. Ein Hauptproblem für Patienten wird damit wieder aktuell: Wie finde ich den richtigen Arzt für meine OP? Das Urteil des Bundesverfassungsgericht fördert nach Meinung der GÄCD möglicherweise die Gefahr für irreführende Information zur Qualifikation der eine Maßnahme anbietenden Ärzte.

Die GÄCD ist der größte interdisziplinäre Zusammenschluss von in der Ästhetischen Chirurgie tätigen Ärzten. Fachbezogenheit ist dabei eine Grundvoraussetzung für alle Mitglieder. Folgende Facharztdisziplinen finden sich unter dem Dach der GÄCD: Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die Leitlinien der GÄCD geben dabei vor, welcher Facharzt welche Operation oder Maßnahme durchführen sollte. Ein ratsuchender Patient hat somit die Möglichkeit auf der Homepage unter www.GACD.de, den auf seine gewünschte Maßnahme spezialisierten Arzt zu finden.

Herausgeber:
GÄCD - Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.

Redaktion / Ansprechpartner:
GÄCD Geschäftsstelle I
Königsteiner Straße 55a I
D-65812 Bad Soden
Tel. +49 (0) 6196 / 6524923
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