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Jetzt legt der Patienten-Pass Scharlatanen das Handwerk

Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie führt ab dem 1. Dezember 2001 den Patienten-Pass ein

Krefeld, 6. Dezember 2001 - Schönheitsbehandlungen im Gesicht sind der Renner: 400.000 Deutsche ließen sich allein in diesem Jahr die Falten glätten oder die Lippen aufpolstern. Der Erfolg ist allerdings nicht immer garantiert. "Missglückte Behandlungen im Gesicht sind leider an der Tagesordnung, Tendenz steigend. Das liegt daran, dass falsche Materialien verwendet werden", erläutert Professor Dr. Heinz G. Bull, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (DGÄC). Hängende Lippen, hässliche Narben oder geschwollene Augen - die Ergebnisse einiger Schönheitsbehandlungen im Gesicht passen ohne Probleme in ein Horrorkabinett. Die Betroffenen leiden: Sie können ihr entstelltes Gesicht kaum verbergen, verspottet von ihrer Umwelt und allein mit ihren Schuldgefühlen. Sie sind nicht in der Lage, ein normales Leben zu führen. Nicht so die behandelnden Pfuscher. Sie entziehen sich oft ihrer Verantwortung. Doch das ist jetzt vorbei: Der Patienten-Pass, den die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie verpflichtend für alle seine Mitglieder ab dem 1. Dezember 2001 eingeführt hat, soll die Ästhetischen Chirurgen zwingen, alle Karten auf den Tisch zu legen.

Material ist nicht gleich Material

In dem Pass wird jeder Eingriff, jedes Implantat und jedes verwendete Fremdmaterial übersichtlich und detailliert erfasst. Bei dem vielfältigen Angebot an Schönheitsoperationen im Gesicht behält der Patient so den Überblick über die vorgenommenen Eingriffe und verwendeten Materialien. "Die Resultate vieler Eingriffe können sich wirklich sehen lassen. Aber einige Ärzte nehmen noch immer dauerhafte Implantate, anstatt die risikoloseren abbaubaren Materialien zu verwenden", so Professor Dr. Bull. "Um dem Patienten mehr Transparenz und Sicherheit zu garantieren, haben wir den Patienten-Pass eingeführt. Jeder Arzt muss dadurch seine Behandlungsmethoden offen legen."

Mehr Information für die Gesundheit

Der Patienten-Pass sieht wie ein Impfpass aus. Der Ästhetische Chirurg trägt Datum, Menge und Art der verwendeten Materialien und Notizen über den Behandlungsverlauf in den Pass ein. In dieser Form sind die Informationen gesammelt und liegen somit dem behandelnden Arzt schnell vor. Ein weiterer Vorteil: Der Arzt erfasst auch bereits durchgeführte Allergietests und deren Ergebnisse. Weist ein Patient zum Beispiel allergische Reaktionen auf Collagen vor, kann der nachbehandelnde Arzt dieses Material, das gerne zum Faltenunterspritzen benutzt wird, für weitere Behandlungen ohne aufwändige Untersuchungen von vornherein ausschließen.

Mit Sicherheit schön

Mit der Einführung des Patienten-Passes geht die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie einen weiteren Schritt in Richtung Qualitätssicherung. Der Pass für Patienten ist ab sofort für alle Mitglieder der Gesellschaft bindend. Denn die Gesellschaft hat sich vor allem das Wohl ihrer Patienten auf die Fahnen geschrieben. Die Kontrolle über die Eingriffe und verwendeten Materialien durch den Pass gibt Scharlatanen keine Chance mehr. Der Patient befindet sich dadurch auf der sicheren Seite. Die Einträge ermöglichen dem Patienten individuell abgestimmte Folge-Behandlungen. Und wenn doch einmal etwas schief geht: Der nachbehandelnde Arzt kann mit Hilfe des Passes schnell erkennen, welches Implantat oder Material dem Patienten Schwierigkeiten bereitet und dieses fachgerecht entfernen. Übrigens: Faltenbehandlungen und Lippenaufpolsterungen gehören auf jeden Fall in die Hände eines geschulten Ästhetischen Chirurgen. "Kosmetikerinnen sind für diese Behandlungen nicht ausgebildet, deshalb ist eine fachgerechte Handhabung nicht gewährleistet", warnt Prof. Dr. Bull.

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