Presse-Details

Für immer entstellt: Narben und Dellen als Urlaubssouvenirs

Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie warnt ausdrücklich vor Schönheitsoperationen im Ausland

Krefeld, 14. August 2001 - Statt frisch und erholt, verunstaltet aus dem Urlaub zurück? Immer mehr sogenannte "Schönheitskliniken" in Osteuropa und Asien bieten ästhetische Operationen zu vermeintlich günstigeren Preisen an als deutsche Ärzte. Doch Vorsicht ist geboten: Was als Verjüngungskur geplant war, endet oft genug als Alptraum! Misslingt der Eingriff, hat der Patient in doppeltem Sinne das Nachsehen, er sieht schlimmer aus als vorher und trägt auch noch die Kosten der Korrektur, denn er hat keine Regressansprüche. "Leider kommen immer häufiger Patienten - inzwischen sind es bereits drei bis vier Patienten jede Woche - nach missglückten Operationen im Ausland in unsere Praxen und Kliniken, die nachoperiert werden müssen", stellte Prof. Dr. Heinz Bull, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie heute fest. "Der Leidensdruck dieser Menschen ist oft enorm."

Risiken...

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie hat es sich als oberstes Ziel gesetzt Qualitätsstandards in der Ästhetischen Chirurgie zu setzen, um so dem Patienten größtmögliche Qualität und Sicherheit zu bieten. Wer jedoch mit einer ästhetischen Operation in Osteuropa oder Asien liebäugelt, wird dort keine Referenzen über den betreffenden Chirurgen erhalten. Dann muss man sich auf die hauseigenen Broschüren oder Internetanpreisungen verlassen, die eine gekonnte OP zu Dumpingpreisen offerieren. Der Patient kann sich an keine Gesellschaft wenden, um die Seriosität des Arztes zu hinterfragen. "Es ist also unter Umständen eine Operation auf gut Glück", betont Prof. Bull "denn die Probleme, die während und nach einer Operation auftreten können, sind vielfältig."
Wenn bei einem Facelift nicht professionell gearbeitet wird, sind lebenslange Narben die Folge. Besonders im Gesicht gibt es viele Muskeln und Nerven, die bei einem einzigen falschen Schnitt dauerhaft zerstört werden. Bei einer Liposuktion kann es zu hässlichen Beulen und schmerzhaften Blutergüssen kommen, wenn der Operateur ungleichmäßig Fett absaugt, das Resultat einer schlechten Ausbildung und mangelnder Operationspraxis.

...und Nebenwirkungen

Muss nach einem "verhunzten" Eingriff nachoperiert werden, steht der Chirurg vor einer ungleich schwereren Aufgabe, als bei einem "unoperierten" Patienten. Teilweise lassen sich nicht alle Fehler rückgängig machen, oft sind mehrere Operationen notwendig. Für den Patienten eine monate- manchmal sogar jahrelange Odyssee mit fatalen Auswirkungen für seine Gesundheit, seine Psyche und seine Umwelt. Fühlte er sich schon vor dem Eingriff nicht so attraktiv, steigt der Leidensdruck nach der missglückten Operation ins Unermessliche, manche Patienten trauen sich gar nicht mehr aus dem Haus.

Qualität...

Anders verhält es sich bei einer Operation in Deutschland durch einen Chirurgen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie. Jeder, der sich für eine Schönheitsoperation interessiert, kann sich an die Gesellschaft wenden, die auf Anfrage ihre Mitgliederliste verschickt. Bei den hier aufgeführten Ärzten kann der Patient sicher sein, reglementierte Qualitätsstandards anzutreffen. Hierin hat sich die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie an den Qualitätsstandards in den USA orientiert. Dies beinhaltet den verantwortlichen Umgang mit Fremdmaterialien im menschlichen Körper genauso wie die Risiko-Abschätzung. Ein weiterer Garant für Qualität ist die Verpflichtung der Mitglieder, sich stetig weiterzubilden. So ist gewährleistet, dass der Patient eine Behandlung auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse erhält.

...und Leistung

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie fordert, dass vor der Operation mindestens ein ausführliches Beratungsgespräch geführt wird. Erst wenn auch die Motivation für den Eingriff stichhaltig ist - dazu gehört nicht, die zerrüttete Partnerschaft durch ein Facelift zu retten - wird die Operation in allen Einzelheiten besprochen. Die Nachsorge muss ebenso sorgfältig vom behandelnden Arzt durchgeführt werden, wie es bei einem herzchirurgischen Eingriff der Fall wäre. Nach der Operation plagen den Patienten häufig Sorgen und Nöte, ob die Wunde auch ordnungsgemäß verheilt und ob er alles richtig macht, denn direkt nach der Operation kommt es zu Anschwellungen in den operierten Körperregionen, die nur langsam abklingen. Diese Nachsorge ist nach einem Eingriff im Ausland entfernungsbedingt entweder gar nicht oder nur mit Einschränkungen möglich, denn sie dauert - je nach Eingriff - bis zu drei Monate. Ist man erst einmal wieder zuhause, ist eine medizinische Überwachung des operierenden Arztes nicht mehr möglich. Für ein paar hundert Mark Ersparnis sollte niemand seine Gesundheit aufs Spiel setzen. "Der Preis einer Operation darf nicht das allein entscheidende Auswahlkriterium sein", warnt Prof. Bull, "sondern die Erfahrung des Chirurgen und die damit verbundene Qualitätserwartung müssen der Maßstab sein, nach welchem der zukünftige Patient den Chirurgen auswählt."

Zurück zum Presse-Archiv

Telefon

+49 30 740 744 760

Geschäftsstelle

Stromstraße 4 | 10555 Berlin
Mo-Fr von 9 bis 13 Uhr

Wir nutzen Cookies, um die verschiedenen Funktionen dieser Website bereitzustellen, um Einblicke in das Verhalten der Besucher auf unserer Website zu gewinnen, um Nachrichten auf sozialen Medien zu teilen und um unser Angebot zu verbessern sowie zu personalisieren. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu.