Presse-Details

Die Neue Weiblichkeit

Von Körbchengröße A zu C - Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie e.V. meldet Trend zu größeren Brustimplantaten

Krefeld, 16. Mai 2002 - Immer mehr Frauen in Deutschland lassen sich die Brust verschönern - allein im vergangenen Jahr gingen 18.000 Frauen den Weg zum Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. Damit rangiert die Brustverschönerung auf der Rangliste der beliebtesten Schönheitsoperationen bei Frauen auf Rang zwei nach der Fettabsaugung. Kein Wunder, "die Brust ist für die meisten Frauen der Inbegriff der Weiblichkeit, mit ihr steht und fällt - im wahrsten Sinne des Wortes - oft das Selbstbewusstein der Frau", weiß Dr. Holger Dieterich, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie e.V. (DGÄC) und Brustspezialist. Und "immer mehr Frauen entscheiden sich dazu, der Natur nachzuhelfen." Bei über achtzig Prozent der Brustoperationen handelt es sich um eine Vergrößerung. War da noch bis vor kurzen ein "normal" großer Busen, der Körbchengröße B entsprach, die erste Wahl, wünschen sich die Frauen von heute mehr Weiblichkeit und greifen direkt zu größeren Implantaten, die der Körbchengröße C entsprechen. "Die Frauen zeigen heute neues Selbstbewusstsein, und das ist eng mit ihrem weiblichen Körpergefühl gekoppelt," so Dr. Dieterich. Und: "Gerade vor der anstehenden "Bikinisaison" beginnt regelmäßig ein regelrechter Ansturm auf die Chirurgen."

Vergrößerung schlägt Verkleinerung

80 Prozent der Eingriffe an der weiblichen Brust sind Vergrößerungen. Dabei dominiert der Wunsch nach einem vollen, größeren Busen, der aber so natürlich wie möglich aussehen soll. Schon bei vielen jungen Mädchen ist der Wunsch nach einer schönen, runden Brust sehr ausgeprägt. Dabei spielen Vorbilder aus dem Fernsehen und modische Trends eine große Rolle, viele Frauen wünschen sich z. B. einen vollen Busen wie Pamela Anderson. Dabei sollte der verantwortungsbewusste Arzt darauf achten, dass die gewünschte Implantatgröße mit den Proportionen der Patientin harmoniert, denn "ein zu großer Busen sieht leicht sehr unnatürlich aus", weiß Dr. Dieterich. Außerdem: "Vor dem Schritt zu einem neuen Busen, sollte sicher sein, dass die Patientin den Busen für sich und ihr Wohlbefinden wünscht. Niemals sollte eine solche Operation lediglich für den Partner erfolgen!"

Wesentlich seltener werden Brustverkleinerungen durchgeführt, sie machen insgesamt etwa 15 Prozent der Eingriffe an der weiblichen Brust aus. Bei ca. fünf Prozent der Brustoperationen handelt es sich um einen Wiederaufbau nach einer Brustkrebserkrankung.

Implantat ist nicht gleich Implantat

Es gibt verschiedene Materialien, aus denen Brustimplantate hergestellt werden, die Größen reichen von 60 bis zu 600 g, so dass für jede Patientin die individuell passende Wunschgröße zu Verfügung steht. Besonders wichtig: "Moderne, qualitätsgeprüfte Implantate mit dem EU-Gütesiegel, die CE-Marke, sorgen für größtmögliche Sicherheit für die Patientin," begrüßt Dr. Dieterich die seit 2001 geltende Norm für Brustimplantate. "Trotz aller Diskussionen und Unsicherheiten der vergangenen Jahre, hat sich Silikon als sicheres Material herausgestellt." Anders als in den frühen 90er Jahren, als Silikonkissen, die mit flüssigen Silikon gefüllt waren, in den USA als gesundheitsgefährdend eingestuft und verboten wurden, sind heute die Silikonimplantate mit quer vernetztem Silikon-Gel gefüllt. Die Silikonkissen bieten wichtige Vorteile gegenüber anderen Materialien. "Es fühlt sich relativ natürlich an und ist zehn bis fünfzehn Jahre haltbar", so Dr. Dieterich. Ebenfalls gut verträglich sind Implantate mit Kochsalzlösung. Größter Nachteil: die Implantate gluckern und sind nicht formstabil, d.h. sie hängen leicht. Inzwischen verboten ist Hydrogel, da diese Implantate den Busen verhärten.

Busen vom Fachmann

Die Brustvergrößerung, vom Fachmann Augmentation genannt, ist heute ein relativ risikoarmer Eingriff für die Patientin, wenn sie von einem versierten Fachmann durchgeführt wird. Die Patientin sollte darauf achten, dass der Arzt plastischer Chirurg mit einer Spezialisierung auf Brustoperationen oder Gynäkologe mit einer Zusatzqualifikation ist. "Außerdem sollte sie sich nicht scheuen, den behandelnden Arzt nach der Menge der bereits durchgeführten Brust-OPs zu fragen und sich Bilder von anderen Patientinnen zeigen lassen", rät Dr. Dieterich. Nur so kann sie sicher sein, in den Händen eines Spezialisten zu sein.

Zurück zum Presse-Archiv

Telefon

+49 30 740 744 760

Geschäftsstelle

Stromstraße 4 | 10555 Berlin
Mo-Fr von 9 bis 13 Uhr

Wir nutzen Cookies, um die verschiedenen Funktionen dieser Website bereitzustellen, um Einblicke in das Verhalten der Besucher auf unserer Website zu gewinnen, um Nachrichten auf sozialen Medien zu teilen und um unser Angebot zu verbessern sowie zu personalisieren. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu.