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Botox-Parties auch in Deutschland der Renner

Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie e.V. warnt vor unsachgemäßer Anwendung des neuen Wundermittels gegen Falten

Krefeld, 3. Juni 2002 - Angeblich der Schönheitsrenner Nummer 1: Bei Champagner und Partyhäppchen, mit den Freundinnen im Plausch und ganz nebenbei ein paar Sorgenfalten weniger. In den USA sind Botox-Parties, die "Tupperparties" des 21. Jahrhunderts, der Renner seit Botulinumtoxin, das Wundermittel gegen Falten, von der amerikanischen Arzneimittelbehörde, der Food and Drug Administration (FDA), für die kosmetische Behandlung freigegeben wurde. Der Trend zur Botox-Party ist auch in Deutschland deutlich spürbar. Allein im vergangenen Jahr ließen sich etwa 30.000 bis 50.000 Menschen ihre Falten lahmlegen. Tendenz steigend. "Gegen eine Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin ist nichts einzuwenden", so Dr. Boris Sommer, Dermatologe und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie e.V. (DGÄC). "Allerdings ist eine Botox-Injektion kein Partygag. Jeder Behandlung muss ein persönliches und ausführliches Beratungsgespräch durch einen Arzt vorausgehen, in dem der Patient über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt wird." Denn auch das neue Wundermittel gegen Falten birgt Risiken: Eine falsche Injektionstechnik oder eine zu große Dosis können unerwünschte Überkorrekturen bewirken. Die Folgen: Hängelider, Triefaugen, asymmetrische Gesichtspartien oder eine starre Mimik. "Die Behandlung gehört auf jeden Fall in die Hände eines Facharztes, z.B. eines Dermatologen, mit Erfahrung in der Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin. Und der Facharzt muss sich mit der komplexen Anatomie der Gesichtsmuskulatur auskennen", erklärt Dr. Sommer. Ist der falsche Muskel erst einmal gelähmt, bleibt nur ein schwacher Trost: Die Wirkung lässt nach wenigen Monaten nach und die unschönen Hängelider sind dann wieder verschwunden.

Ungeübt und Zuviel kann schädlich sein

"Niemand sollte dem Gruppenzwang auf einer Botox-Party nachgeben", rät Dr. Sommer. "Denn entscheidend für ein gutes Ergebnis sind Qualifikation und Fähigkeiten des Facharztes. Auf einer Party kann es schnell passieren, dass dem Arzt blind vertraut wird und nichts über dessen Qualifikation bekannt ist." Deshalb sollte sich jeder im Vorfeld in Ruhe und ausführlich informieren und sich einen qualifizierten Arzt suchen, der Erfahrung im Unterspritzen von Falten mit Botulinumtoxin hat. "Die genaue Kenntnis der Gesichtsmuskulatur ist unbedingt erforderlich," so Dr. Sommer. "Das fängt schon an mit den bei Frauen und Männern unterschiedlich positionierten und geschwungenen Augenbrauen, die bei der Injektion des Medikamentes unbedingt berücksichtigt werden müssen." Eine falsche Injektionstechnik oder Überdosierungen können hässliche Folgen haben. Im Bereich der Augen kann eine falsche Anwendung des Nervengifts herabhängende Augenlider oder absinkende Augenbrauen hervorrufen. Problematisch ist auch die Anwendung im Mundbereich. Hier kommt es oft zu "schiefen" Ergebnissen, weil nicht der richtige Muskel getroffen wird. Außerdem: Werden zu viele Muskeln im Gesicht blockiert, verliert das Gesicht seine individuelle Mimik. Das unschöne Ergebnis: eine starre Maske.

Botulinumtoxin: Das Wundermittel gegen Falten

Als Faltenkiller Nr. 1 ist das Nervengift nicht mehr aus dem kosmetischen Behandlungsspektrum wegzudenken. Richtig angewendet lässt Botox Zornes-, Sorgenfalten und Krähenfüße sowie einige Längsfalten am Hals verschwinden. Bei den hundertmal am Tag ausgeführten Gesichtsbewegungen werden die Muskeln ständig kontrahiert. Dabei haben sich die Muskeln so verkrampft, dass sie von allein nicht mehr entspannen können. Folge: Es entstehen Falten. Botulinumtoxin löst die Verspannungen und glättet die Haut. Allerdings: Stark ausgeprägte tiefe Furchen lassen sich auch mit diesem Medikament nicht mehr vollständig beseitigen. Sie verlieren an Tiefe und werden deutlich gemildert. Nach der Injektion tritt der Effekt nach zwei bis zwölf Tagen ein und hält je nach Patient zwischen drei und sieben Monaten. Positiver Nebeneffekt: Oft wird durch das Toxin auch der quälende Migräne-Kopfschmerz gelähmt.

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