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Neue Wege der Qualitätssicherung in der Ästhetischen Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie entwickelt Leitfäden und Instrumente zur Qualitätssicherung

Krefeld/Heidelberg, 12. September 2002 - Die Ästhetische Chirurgie erlebt in Deutschland einen Boom; zur Zeit verzeichnet sie jährliche Zuwächse von 10 bis 15 Prozent. Angesichts vieler missglückter Eingriffe durch unqualifizierte Schönheitschirurgen, rückt die Qualitätssicherung in der Ästhetischen Chirurgie immer mehr in den Mittelpunkt. Hier hat die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie e.V. (DGÄC) eine Vorreiterrolle übernommen. Um den Patienten vor Scharlatanen zu schützen, setzt sie sich vehement dafür ein, hohe Qualitätsstandards in der Ästhetischen Chirurgie zu etablieren. Und: "Langfristig ist es unser Ziel, die Zusatzbezeichnung "Ästhetischer Chirurg" einzuführen und schützen zu lassen", erklärt Prof. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der DGÄC, anlässlich der 15. Jahrestagung der DGÄC in Heidelberg. Mit der Formulierung von Leitlinien zu einzelnen Behandlungsgebieten der Ästhetischen Chirurgie und Entwicklung dreier neuer medizintechnischer Geräte, die die Gesellschaft anlässlich der Jahrestagung erstmals präsentiert, geht die DGÄC einen weiteren Schritt in der Qualitätssicherung.

Leitlinien für mehr Qualität

Die Leitlinien der DGÄC zur Diagnostik und Therapie zu ausgewählten Behandlungsfeldern in der Ästhetischen Chirurgie dienen den behandelnden Ärzten und Patienten als Diagnose- und Therapiekorridor. Die einzelnen Indikationen, die notwendige Qualifikation des Arztes sowie die Darstellung des Behandlungsablaufes bilden wichtige Richtlinien zur Standardisierung von ästhetischen Eingriffen. "Mit diesen Leitlinien möchte die DGÄC einen Standard in der Ästhetischen Chirurgie einführen, um dem Patienten unabhängig vom behandelnden Arzt eine gleichbleibende Qualität in der Behandlung auf hohen Niveau zu garantieren", erklärt Dr. Gerhard Sattler, Sekretär der DGÄC. Bislang hat die DGÄC drei Leitlinien für ihre Mitglieder zu folgenden Teilgebieten erstellt: Zur Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin, zur Faltenunterspritzung sowie zur Liposuktion (Fettabsaugung). Weitere Leitlinien zu den häufigsten ästhetischen Operationen sind in Vorbereitung.

Geräte zur Erfolgskontrolle von ästhetischen Eingriffen

Ganz neue Wege beschreitet die DGÄC mit der Entwicklung von drei Geräten, die zukünftig sowohl dem Ästhetischen Chirurgen als auch dem Patienten als Hilfsmittel dienen, die erzielten kosmetischen Ergebnisse nach einem Eingriff zu überprüfen: Ein Gerät zur Faltentiefebestimmung - die Oberflächenprofilometrie -, ein Materialbestimmungsgerät durch Infrarotspektroskopie sowie ein Fettmesser mittels Ultraschall. Mit dem Oberflächenprofilometer kann der Erfolg einer Faltenunterspritzung gemessen und kontrolliert werden. Der Materialbestimmer gibt dem nachbehandelnden Arzt bei eingetretenen Komplikationen Auskunft über das Material, das zur Faltenunterspritzung verwendet wurde. Diese sind vielfältig und nicht alle gleich gut zur Unterspritzung geeignet. Leider ist sich ein Patient manchmal nicht im Klaren, welches Material der Erstbehandler verwendet hat. Bei Problemen kann die Infrarotspektroskopie das verwendete Material bestimmen. Mit dem Fettmessgerät kann der Erfolg einer Fettabsaugung überprüft und dem Patienten veranschaulicht werden. Dazu wird vor und nach dem Eingriff die Dicke der Fettschicht im zu behandelnden Bereich gemessen. "Diese Geräte stellen ein wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle in der Ästhetischen Chirurgie dar", ist Dr. Sattler überzeugt.

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