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Frauen können aufatmen: Silikon-Implanate sind sicher

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschlands e.V. begrüßt die geplante Wiederzulassung von Silikon-Brustimplantaten in den USA

Hofheim/Rheinfelden, 17. November 2003 - Brustvergrößerungen zählen zu den beliebtesten Schönheitsoperationen in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr ließen sich rund 18.000 Frauen die Brüste operativ verschönern, 6.200 Brustvergrößerungen wurden durch Mitglieder der Gesellschaft für ästhetische Chirurgie Deutschlands e.V. (GÄCD) durchgeführt. Auch in Amerika gehört diese Operation zu den häufigsten Eingriffe. Doch während deutsche Ärzte vorzugsweise die bei uns erlaubten Silikon-Implantate verwenden, werden in den USA mit Kochsalz gefüllte Kissen benutzt. Grund: Seit 1992 ist dort die Verwendung von Silikonimplantaten mit wenigen Ausnahmen aufgrund einer Gesundheitsdebatte verboten. Doch das wird sich voraussichtlich bald ändern. Die Food and Drug Administration (FDA) prüft eine Wiederzulassung von Silikonimplantaten in den Staaten. Dr. Holger Dieterich, Mitglied der GÄCD und Brustspezialist begrüßt dies: „Die geplante Wiederzulassung durch die FDA in den Vereinigten Staaten bestätigt unsere Ansicht über die Verwendung von Silikonimplantaten und beruhigt tausende Frauen. Trotz aller Diskussionen und Unsicherheiten der vergangenen Jahre hat sich Silikon als sicheres Material herausgestellt.“ Hatte in den vergangenen Jahren diese Unklarheit viele Frauen auch in Deutschland vor einer Operation zurückschrecken lassen, können sie sich jetzt ganz sicher fühlen.

Implantate der neusten Generation

Die Silikonimplanate haben in den letzten zehn Jahren eine technische Weiterentwicklung erfahren. Noch in den frühen 90er Jahren waren die Kissen mit flüssigem Silikon gefüllt. Damals wurden Silikonimplantate in den USA weitestgehend verboten, nachdem es Berichte über Gesundheitsschädigungen wie rheumatische Erkrankungen durch ausgelaufenes Silikon gegeben hatte. In Deutschland aber blieb Silikon erlaubt, weil Risiken in wissenschaftlichen Studien nie belegt werden konnten. Heute enthalten Silikonimplantate auslaufsicheres quer vernetztes Silikon-Gel. Dies bietet wichtige Vorteile gegenüber anderen Materialien. „Anders als Kochsalz-Implantate fühlen sich Silikonimplantate relativ natürlich an und sind sehr lange haltbar - mindestens zehn bis fünfzehn Jahre“, so Dr. Dieterich. Weitere Sicherheit bietet die seit 2001 geltende Norm für Brustimplantate in Europa: „Nur qualitätsgeprüfte Implantate mit dem EU-Gütesiegel, der so genannten CE-Marke, sind bei uns zulässig“, erklärt Dr. Dieterich.

Kein flüssiges Silikon

Diese Empfehlung für Silikonimplantate umfasst jedoch nicht die Verwendung von flüssigem Silikonöl, das in Deutschland immer noch als Faltenbehandlungsmaterial zugelassen ist. Hiervor warnt die Gesellschaft ausdrücklich: „Flüssiges Silikonöl ist eine tickende Zeitbombe im Gewebe“, so Prof. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der GÄCD, „noch Jahre nach der Behandlung kann es zu schlimmen Entzündungen und Entstellungen kommen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Der Patient ist für immer entstellt.“ Aus diesem Grund fordert die GÄCD den Verbot des umstrittenen Silikonöls zur Faltenbehandlung.

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