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Sonne, Meer und neuer Busen?

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) rät zur kritischen Prüfung von Angeboten

Krefeld/Hofheim, 26. Mai 2003 - Sommerzeit – Urlaubszeit. Der neue Renner bei den Urlaubswünschen vieler Deutschen: Eine Schönheitsoperation unter Palmen. Zahlreiche Anbieter haben inzwischen auf diesen Trend reagiert und bieten Schönheitsoperationen in Kombination mit klassischem Strandurlaub an. „Die Verlockung, während des Urlaubs eine kostengünstige Schönheitsoperation vornehmen zu lassen, ist groß“, so Prof. Dr. Dr. Heinz Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD). Doch bevor man sich zu einem solchen Beautyurlaub entschließt, muss man einige wichtige Grundregeln beachten, damit aus dem Verschönerungsurlaub kein Desaster mit lebenslangen Spätfolgen wird. Interessenten sollten sich ausführlich über den betreffenden Arzt und die Klinik informieren, bevor sie sich im Urlaub unters Messer legen. Die Kompetenz und Seriosität des operierenden Arztes ist entscheidend für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Doch Vorsicht: Oft schmücken sich Auslandskliniken mit einem Chefarzt mit ansprechend voluminösem Titel, doch letztendlich operiert ein anderer. „Damit das nicht passiert, sollte der Patient sicherstellen, dass der beratende Arzt auch der operierende ist“, so Prof. Bull.

Vorsicht vor Billig-Operationen

Qualität hat ihren Preis. Das gilt auch für Schönheitsoperationen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Preis sehr niedrig ist, z.B. eine Brustvergrößerung für 2000 € all inclusive. „Alleine hochwertige Brustimplantate kosten bereits 500 –600 €pro Stück“, weiß Dr. Holger Dieterich, Brustchirurg und Mitglied der GÄCD. „Welche Billigimplantate man bei diesen Dumpingpreisen eingesetzt bekommt, ist da mehr als fraglich“, warnt er. Die Folge: Die Patientin läuft anschließend mit einem dauerhaften Risiko in der Brust herum. Ein weiteres Manko: Die notwendige Nachsorge ist nach einem Eingriff im Ausland entfernungsbedingt nicht möglich, denn sie dauert je nach Eingriff bis zu drei Monate. Auch im Falle einer misslungenen Operation hat der Patient kaum Möglichkeiten, Regressansprüche an den behandelnden Arzt im Ausland geltend zu machen.

Check für die Auslands-OP

Wer sich dennoch für eine Operation während des Urlaubes entscheidet, sollte umfassende Informationen über die Klinik und den behandelnden Arzt einholen. Besondere Vorsicht sollte man gegenüber sogenannten Vermittlungsagenturen für Schönheitsoperationen an den Tag legen. „Bei diesen Anbietern stehen knallharte Wirtschaftsinteressen im Vordergrund, der Patient und seine Gesundheit sind da allenfalls zweitrangig“, weiß Prof. Bull. Es ist wichtig, dass im Vorfeld einer Operation ein ausführliches persönliches Beratungsgespräch durch den operierenden Arzt stattfindet, in dem über den Eingriff und die damit verbundenen Risiken gesprochen wird. Außerdem ist es ratsam, die Seriosität des behandelnden Arztes zu hinterfragen und sich nach entsprechenden Referenzen zu erkundigen. Hierzu zählen eine Spezialisierung auf seinem Behandlungsgebiet, eine langjährige Berufserfahrung nachgewiesen durch Vorher-/Nachher-Bilder von bereits durchgeführten Eingriffen, regelmäßige Weiterbildungen und die Mitgliedschaft in einer internationalen Fachgesellschaft. „Die Operationen sollte frühestens 24 Stunden nach dem Gespräch mit dem operierenden Arzt erfolgen,“ rät Prof. Bull. Nur so hat der Patient noch genügend Zeit, um sich über sein Wünsche im Klaren zu sein und zu prüfen, ob er dem Arzt vertraut.

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