Presse-Details

Wie sicher ist Fettabsaugen?

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. über Qualitätsstandards in der Ästhetischen Chirurgie

Darmstadt/Hofheim, 11. August 2003 - Fettabsaugungen sind bundesweit die mit Abstand beliebtesten Schönheitskorrekturen in der Ästhetischen Chirurgie. Für Unsicherheit und Verwirrung sorgen jedoch immer wieder Berichte über Komplikationen und sogar Todesfälle. Hierzu stellt die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie fest: „Eine Fettabsaugung ist kein Bagatelleingriff, den man mal eben vornehmen lassen kann. Es ist für den Patienten nur dann risikoarm, wenn der behandelnden Arzt sich an bestimmte medizinische Regeln hält“, weiß Dr. Gerhard Sattler, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) und Liposuktionsexperte. Aus diesem Grund hat die GÄCD definierte Leitlinien für eine Fettabsaugung erstellt.

State of the Art: Liposuktion in Tumeszenzlokalanästhesie

Eine wichtige Bedeutung für die Sicherheit des Patienten kommt der Art der Narkose zu. Einigkeit unter den Experten der GÄCD herrscht darüber, dass die Liposuktion unter örtlicher Betäubung mit der sogenannten Tumeszenzlokalanästhesie die Risiken für den Patienten erheblich minimiert und die Behandlungsresultate optimiert hat. Traten bei einer Fettabsaugung Komplikationen auf, wie z.B. Verletzungen der inneren Organe durch die Absaugkanüle, so sind diese fast ausschließlich auf operative Vorgehensweise zurückzuführen, die unter lokaler Betäubung auf diese Weise nicht durchgeführt werden könnten. „Dieses Risiko tendiert bei der Tumenszenzlokalanästhesie gegen null, weil der Patient bei Bewusstsein ist und sofort Rückmeldung an den behandelnde Arzt gegeben kann, denn solche operationsbedingten Verletzungen sind natürlich schmerzhaft“, erklärt Dr. Satter. Dies zeigten auch amerikanische Studien[1]: Komplikationen während eine Liposuktion unter Tumenszenzlokalanästhesie traten so gut wie nie auf: Die Eingriffe sind tendentiell kleiner angelegt, der Operationsverlauf ist während und auch nach dem Eingriff vorhersehbar. So ist ein weiteres wichtiges Kriterium für die Sicherheit einer Liposuktion die Menge des abzusaugenden Fettes. „Vier Liter ist anerkanntermaßen die Höchstmenge, die bei einem einzelnen Eingriff als sicher gilt“, weiß Dr. Sattler. Alles was darüber hinaus geht, gefährdet den Kreislauf des Patienten. „Doch neben alles technischen Verbesserungen kommt der Qualifikation und Erfahrung des behandelnden Arztes eine wichtige Bedeutung zu.“ Außerdem wichtig: Es sollte gewährleistet sein, dass die Behandlung in Anwesenheit eines Anästhesisten durchgeführt wird. Nur so ist eine Fettabsaugung sicher und praktisch komplikationslos für den Patienten.

[1] Coleman et al.: Does the location of the surgery or the specialty of the physician affect malpractice claims in liposuction? In: Dermatol Surg 25:5 May 1999. Tamara Salam Housman et.al. in: Dermatol Surg 2002.

Zurück zum Presse-Archiv

Telefon

+49 30 740 744 760

Geschäftsstelle

Stromstraße 4 | 10555 Berlin
Mo-Fr von 9 bis 13 Uhr

Wir nutzen Cookies, um die verschiedenen Funktionen dieser Website bereitzustellen, um Einblicke in das Verhalten der Besucher auf unserer Website zu gewinnen, um Nachrichten auf sozialen Medien zu teilen und um unser Angebot zu verbessern sowie zu personalisieren. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu.