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Saugen statt schneiden

Düsseldorf/Hofheim, 15. September 2003 - Immer mehr Bundesbürger wagen den Gang zum Ästhetischen Chirurgen, um ihre Attraktivität zu steigern oder zu erhalten. Mittlerweise können sie dies auch gefahrloser: Medizinische Entwicklungen und technischer Fortschritt ermöglichen es heute, viele ästhetische Eingriffe ohne Skalpell vorzunehmen. Dabei handelt es sich nicht um Marketing-Gags wie die unausgereifte sogenannte „Fett-weg-Spritze“, sondern um klassische Eingriffe. „So ist zum Beispiel die Zahl der Bauchdeckenplastiken in den letzten Jahren stark rückläufig“, weiß Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschlands e. V. (GÄCD) anlässlich der 16. Jahrestagung der Gesellschaft in Düsseldorf. „Dieser Eingriff wurde fast vollständig durch die schonendere, minimal invasive Liposuktion ersetzt.“ Da sich die Haut in den meisten Fällen nach einer Fettabsaugung gut zurückbildet, erübrigt sich meistens ein Straffung. Auch am Oberschenkel ist die Fettabsaugung im Ergebnis und Risiko der bisherigen Oberschenkelstraffung deutlich überlegen. Anders als bei der Straffung gibt es bei der Liposuktion kaum Narben. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: Schonendere Operation und bessere Operationsergebnisse bei geringeren Risiken und weniger Narben.

Minimal oder maximal: Das Ergebnis zählt

Auch im Gesicht gibt es inzwischen mehr schonendere Methoden, um den Alterungsprozess so lange wie möglich hinauszuschieben. So gibt es verschiedene Fillersubstanzen, um die Falten direkt aufzupolstern. Hierbei ist zu beachten, dass nur abbaubare Substanzen gewählt werden. Alle anderen bergen unabwägbare Risiken. Neu ist auch ein Hautverjüngungsverfahren, bei dem natürliche Hyaluronsäure großflächig in die Haut injiziert wird, wo es unter anderem die Bildung von elastischen und kollagenen Fasern wieder anregt. Dies führt zu einer Straffung der Haut. Auch bei den Peelings gibt es Neuentwicklungen mit dem Ziel, ein optimales Ergebnis ohne Risiko für den Patienten zu erzielen. Zum Beispiel ein Compositum-Peeling, in dem direkt ein Mechanismus eingebaut ist, der die Wirkungsdauer des Peelings zeitlich begrenzt, um Verätzungen der Haut auszuschließen. All diese Methoden sind risikoarm und dazu geeignet, die Jugendlichkeit des Gesichts so lange wie möglich zu erhalten. Wenn diese Verfahren jedoch irgendwann nicht mehr ausreichen, kann nur ein Facelift das Rad der Zeit um circa zehn Jahre zurückdrehen. „Bei diesem Eingriff verspricht nur eine Operation bei der auch die tiefliegende Gewebeeinheit - die sogenannte SMAS - mit einbezogen wird ein maximales und lang anhaltendes Ergebnis“, weiß Prof. Bull. Begriffe wie „Minilift“ oder „Softlift“ gaukeln dem Patienten vor, nicht so invasiv zu sein, doch handelt es sich hier um Irreführung des Patienten ohne dass ein langandauerndes Ergebnis erreicht werden könnte.

Ästhetische Eingriffe vom Spezialisten

Die Behandlungsmöglichkeiten in der Ästhetischen Chirurgie werden immer vielfältiger und können sehr individuell auf den Patienten zugeschnitten werden. Umso wichtiger ist es daher, sich von einem qualifizierten Mediziner behandeln zu lassen, der auf die gewünschte Operation spezialisiert ist. „Kein Arzt beherrscht die ganze Klaviatur der Ästhetischen Chirurgie. Der Trend geht eindeutig zum Spezialistentum“, erklärt er weiter. Aus diesem Grund vereint die GÄCD interdisziplinär verschiedene Facharztgruppen mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie unter ihrem Dach: Augenheilkunde, Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde mit Zusatzbezeichnung plastische Operationen, Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie mit Zusatzbezeichnung plastische Operationen, Chirurgie und Plastische Chirurgie. „Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetische Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen gehört“, betont Prof. Bull den Grundsatz der GÄCD, der für die Mitglieder bindend ist.

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