Presse-Details

Beauty-OP unterm Tannenbaum

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. warnt vor Behandlungs-Gutscheinen zu Weihnachten

Hofheim, 15. Dezember 2004 - Vom vermeintlich hässlichen Entlein zum schönen Schwan – mit den „Schönheits-Dokusoaps“ im Fernsehen sind Schönheitsoperationen endgültig allgegenwärtig in Deutschland. Ein Trend, der sich gerade in der Weihnachtszeit stark bemerkbar macht. Immer mehr Menschen schenken ihrem Lebenspartner eine Beauty-OP zu Weihnachten. Problematisch dabei: Oft wird die Schönheits-Operation in Form eines Gutscheins verschenkt. Allerdings: „Ein Geschenk-Gutschein für eine Schönheitsoperation setzt den Beschenkten unter Druck und nimmt womöglich seine Entscheidung vorweg“, warnt Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e. V. (GÄCD). „Vor dem Entschluss zu einem ästhetischen Eingriff muss derjenige durch einen spezialisierten Arzt gründlich untersucht werden und über sämtliche Risiken und auch über Alternativverfahren aufgeklärt werden.“ Auch muss geklärt werden, ob er aus medizinischer Sicht überhaupt operiert werden darf. Erst dann sollte sich ein Patient für eine Operation entscheiden. „Neben der Qualifikation des Mediziners ist ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis für den Erfolg der Operation wichtig“, erklärt Prof. Bull weiter. Bei einem Geschenkgutschein ist dem Beschenkten keine freie Arztwahl mehr möglich und ein persönlicher Entschluss für den Eingriff fraglich. Wenn schon eine Schönheitsoperation unterm Tannenbaum liegen soll, dann als persönliches Geschenk, das noch alle Freiheiten für oder gegen eine Operation beinhaltet.

Nur zum ausgebildeten Spezialisten

Der Begriff „Schönheitschirurg“ ist in Deutschland nicht geschützt. „Leider gibt es in Deutschland viele selbsternannte Schönheitschirurgen, die nicht über die notwendige Qualifikation verfügen“, warnt Prof. Bull. Daher fordert die GÄCD zum Schutze des Patienten den Begriff „Ästhetische Chirurgie“ einzuführen und zu schützen. Bis dahin sollte der Patient sich nicht scheuen, den ausgewählten Mediziner nach Art und Umfang seiner Ausbildung und Spezialisierung zu fragen. Sinnvoll ist es, einen spezialisierten Facharzt für den gewünschten Eingriff aufzusuchen, z.B. für eine Nasenoperation einen Hals-Nasen-Ohrenarzt mit der Zusatzqualifikation Plastische Operationen.

Zurück zum Presse-Archiv

Telefon

+49 30 740 744 760

Geschäftsstelle

Stromstraße 4 | 10555 Berlin
Mo-Fr von 9 bis 13 Uhr

Wir nutzen Cookies, um die verschiedenen Funktionen dieser Website bereitzustellen, um Einblicke in das Verhalten der Besucher auf unserer Website zu gewinnen, um Nachrichten auf sozialen Medien zu teilen und um unser Angebot zu verbessern sowie zu personalisieren. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu.