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GÄCD warnt vor Versteigerungen von Schönheitsoperationen im Internet

Hofheim, 14. Mai 2004 - Der Markt der Eitelkeiten treibt seltsame Blüten in Deutschland. Seit Schönheitsoperationen auch hierzulande kein Tabuthema mehr sind, sprießen dubiose Angebote. Die Krönung: Neuerdings werden Schönheitsoperationen weit unter Preis im Internet an den Meistbietenden versteigert. Problematisch dabei: Der Interessent kauft etwas, ohne zu wissen, mit welchen Risiken oder Nebenwirkungen er rechnen muss. Und was passiert eigentlich, wenn er aus medizinischen Gründen gar nicht operiert werden darf? „Bei diesen Versteigerungen ist keine frei Arztwahl und keine freier Entschluss zu einem Eingriff mehr gegeben“, warnt Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD). „Erster Schritt in Sachen Schönheitsoperation muss stets die kritische Untersuchung des Arztes sein, der auf die gewünschte Operation spezialisiert ist, sowie ein persönliches ausführliches Beratungsgespräch“, erklärt Prof. Bull. Erst auf Basis dieser Aufklärung kann sich ein Patient mündig für oder wider die gewünschte Schönheitsoperation entscheiden.

Eine Schönheitsoperation will wohl überlegt sein

Schönheitsoperationen sind keine Notfallmedizin. Sorgsam sollte man im Vorfeld überlegen, ob man einen Eingriff durchführen lassen will. „Durch das Überangebot und die Versteigerungen im Internet bekommt man den Eindruck, eine Operation sei mal eben so im Vorbeigehen durchzuführen oder man können sie sogar einfach ersteigern“, kritisiert Prof. Bull. Doch das ist nicht so. Auch bei Schönheitsoperationen handelt es sich um ernste Eingriffe, die sorgsam überlegt und geplant sein sollten. „Vor allem muss vor einer endgültigen Entscheidung für die Operation eine umfassende Aufklärung über alle möglichen Risiken und Nebenwirkungen erfolgen.“ Hat man aber erstmal eine Operation ersteigert, fühlt sich der Patient eher verleitet, die Operation trotz aller möglichen Bedenken durchführen zu lassen. „Daher sind die Versteigerungen von Schönheitsoperationen weder ärztlich noch ethisch vertretbar“, kritisiert Prof. Bull.

Entscheidend: Der Arzt des Vertrauens

Der Begriff „Schönheitschirurg“ ist in Deutschland nicht geschützt. Welcher Arzt sich hinter einem vermeintlich günstigen Internetangebot verbirgt, kann der Patient von seinem Computer aus gar nicht überprüfen. Und was tun, wenn man am Tage X in die betreffende Klinik kommt, und der Arzt, der in der Versteigerung ausgelobt wurde, ist gar nicht da? „Die Sicherheit und der Patientenschutz wird mit diesen Angeboten vollkommen ausgehebelt“, erklärt Prof. Bull. Grundsätzlich sollte die Planung und Vorbereitung eines Ästhetischen Eingriffes mit der Auswahl eines seriösen Arztes, der auf den gewünschten Eingriff spezialisiert ist, beginnen. Der Patient sollte sich bei der Arztwahl nicht scheuen, den behandelnden Arzt genau nach seiner Qualifikation und Erfahrung sowie nach Mitgliedschaft in einem Fachverband wie der GÄCD zu fragen. Nur so kann er sicher sein, in den Händen eines Spezialisten zu sein. Außerdem: „Der Preis für eine Schönheitsoperation allein sollte niemals das entscheidende Auswahlkriterium für eine Klinik oder einen Arzt sein“, rät Prof. Bull. Im Gegenteil: Angebote unter Preis sollten den Interessenten sehr misstrauisch machen. Denn Qualität hat ihren Preis, der sich aus den benötigten Materialien, Behandlung, die Anwesenheit eines Anästhesisten sowie Nachsorge zusammensetzt. „Dies alles kann bei den zu ersteigernden Dumpingangeboten sicherlich nicht garantiert sein, auch wenn es die Anbieter behaupten“, stellt Prof. Bull klar. Geht dann etwas schief, trägt allein der Patient das Risiko. Die schnell ersteigerte Schönheitsoperation zum Schnäppchenpreis kann sich dann zum ewig währenden Albtraum entwickeln.

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