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Nasenkorrekturen - Mit einer Operation ist es oft nicht getan

Hohe Zahl von Zweiteingriffen wegen misslungener Operationen

München/Hofheim, 9. September 2004 - Nasenkorrekturen gehören zu den häufigsten Eingriffen beiderlei Geschlechts in Deutschland. Doch nicht immer geht bei der gewünschten Operation alles glatt. „Tatsächlich haben wir bei manchen Indikationen einen recht hohen Anteil an Zweiteingriffen, weil die Erstoperation misslungen oder das Ergebnis für den Patienten nicht zufriedenstellend war“, stellt Prof. Dr. Dr. Gerhard Paulus, Tagungspräsident der 17. Jahrestagung der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) in München fest. „Am häufigsten ist dies bei Nasenoperationen der Fall, bei rund 30 Prozent der Eingriffe muss nachoperiert werden.“ Für den Nasenspezialisten Prof. Paulus ist diese traurige Tatsache nicht verwunderlich. „Ein guter Nasenoperateur zu sein, verlangt viel Sachkenntnis um den Aufbau und die Funktion der Nase, verbunden mit Erfahrung und einem ästhetischen Bewusstsein,“ erläutert Prof. Paulus die Ursachen. Der Operateur sollte sich auf dieses Gebiet der ästhetischen Chirurgie spezialisiert haben. Das sind in der Regel die Hals-Nasen-Ohren Ärzte oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, die nach ihrer Ausbildung zum Facharzt und einer weiteren freijährigen Ausbildung für plastische Operationen in ihrem Fachbereich trotz dieser langen Ausbildungszeit noch keine Experten für Nasenchirurgie sind. Es ist kein Geheimnis: von allen plastisch ästhetischen Operationen zählen Nasenkorrekturen zu den schwierigsten Eingriffen. Man muss sich regelrecht darauf spezialisieren und das erfordert Jahre an Erfahrung. „Ein Arzt, der zu wenig Erfahrung in Nasenoperationen hat, sollte den Mut haben, den Patienten an einen spezialisierten Kollegen weiterzuschicken“, fordert Prof. Paulus.

Fehler: Papageiennase und Asymmetrie

Entscheidend für das Gelingen einen Höckernasenkorrektur ist, dass die richtige Menge an Knochen und Knorpel entfernt wird. Sehr häufig ist dies nicht der Fall. „Oft wird zu viel Knochen am Nasenrücken abgetragen und zu wenig Knorpel entfernt“, erklärt Prof. Paulus. „Wenn dann auch noch die Nasenspitze nicht adäquat abgestützt wird, hängt die Nasenspitze herunter und es kann leicht zur Ausbildung einer so genannten Papageienschnabelnase kommen. Wegen dieser plumpen Nasenform ist das Ergebnis für den Patienten natürlich sehr enttäuschend.“ Nicht selten kommt es auch zu Asymmetrien der Nase, speziell an der Nasenspitze. Dies passiert, wenn an den zierlichen Nasenflügelknorpeln ungleichmäßig geschnitten oder zu viel weggenommen wurde. „Dies kann neben auftretenden Asymmetrien auch noch zu einem Kollaps der Nasenflügel führen, so dass die Nase regelrecht einfällt“, so Prof. Paulus. Dieses Schicksal widerfuhr höchstwahrscheinlich auch der Nase von Michael Jackson. Neben einem optisch unbefriedigenden Ergebnis kann auch noch die Nasenatmung behindert sein. „Der Erfolg einen Nasenkorrektur steht und fällt mit der Nasenspitze, die muss für ein ästhetisches Ergebnis auf jeden Fall gut aussehen. Nicht umsonst gilt in der Nasenchirurgie: „Those who master the tip, master rhinoplasty!“[1]

Wunderwerk Nase

Die Nase besteht im Wesentlichen aus den knöchernen und knorpeligen Anteilen, die ein pyramidenförmiges Gerüst unter der bedeckenden Nasenhaut ergeben. Senkrecht in der Mitte befindet sich die Nasenscheidewand, die im vorderen Anteil knorpelig, in hinteren Anteil knöchern ist. Bei Nasenoperationen gilt es, dieses Gerüst so zu gestalten, dass eine ästhetisch ansprechende Form sozusagen durch die bedeckende Haut hindurch zu sehen ist. Eine wichtige Rolle kommt hierbei der Textur und Dicke der Haut zu, das sie sich dem darunter veränderten Gerüst anpassen muss. Als besonders schwierig gilt dabei ein dicke, talkreiche Haut. In diesen Fällen dauert es besonders lange, bis die endgültige Form zu erkennen ist. Häufig müssen bei diesen Patienten andere Operationsformen angewandt werden als bei Patienten mit dünner Haut. In jedem Fall ist eine Nasenkorrektur ein technisch anspruchsvoller Eingriff, da neben dem ästhetischen Ergebnis auch die Funktion der Nase erhalten bleiben muss. Und: „Vor allem bei Nasenoperationen heißt es warten, denn das endgültige Ergebnis ist oft erst nach einem Jahr oder noch später sichtbar“, weiß Prof. Paulus aus langjähriger Erfahrung.

[1] "Diejenigen, die die Nasenspitze beherrschen, beherrschen die Nasenchirurgie.“

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