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Werbeverbot für Schönheitsoperationen

Stellungnahme der GÄCD zum Vorstoß des Bundesgesundheitsministeriums

Hofheim, 15. Februar 2005 - Das Bundesgesundheitsministerium plant derzeit ein Werbeverbot für Schönheitsoperationen einzuführen, das Kliniken und Ärzte in ihrer Außendarstellung einschränken soll. „Wir fordern schon seit langem eine Restriktion der Werbung zum Schutze des Patienten“, so Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD). Vorstandsmitglied Dr. Gerhard Sattler erläutert: „Die Werbung mit Vorher-Nachher Bildern kann in der Tat irreführend wirken, denn hier werden lediglich einzelne Beispiele herausgegriffen. Die Suggestivkraft dieser Bilder lässt oft falsche Erwartungen aufkommen und berücksichtigt nicht die Vielfalt der Behandlungsfälle.“ Außerdem sage die Größe des Werbeetats nichts über die Qualität einer Klinik oder eines Arztes aus, so der Experte weiter. Einem Patienten, der sich über Schönheitsoperationen informieren möchte, rät er, sich zwecks Informationen und Arztsuche an seriöse Fachverbände zu wenden, statt sich auf die Werbung zu verlassen.

Vom Schönheitswahn befallene Jugendliche?

„Grundsätzlich hat die Reizüberflutung zum Thema Schönheitsoperationen auf allen Fernsehsendern eher zu einer Abstumpfung bis hin zur Ablehnung solcher Eingriffe geführt, so dass man von einem Schönheitswahn kaum sprechen kann“, meint Dr. Sattler. Die Gefahr einer Verführung Jugendlicher zum Schönheitswahn sieht die GÄCD indess nicht: „Wir können keinen Anstieg von Operationen bei Jugendlichen verzeichnen“, erklärt er ausdrücklich. „Die Zahl von Patienten unter 20 Jahren, die sich operieren lassen, rangiert weit unter einem Prozent.

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