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Gelähmt nach Botoxspritze?

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. gibt Entwarnung

Berlin/Hofheim, 10. Februar 2005 - Statt glatt, frisch und erholt auszusehen, musste jetzt ein amerikanisches Paar mit lebensgefährlichen Lähmungserscheinungen ins Krankenhaus an das Beatmungsgerät. Derzeit macht diese Geschichte um eine unsachgemäße Behandlung mit Botulinumtoxin, kurz „Botox“ genannt, Schlagzeilen. In Amerika boomt die Faltenbehandlung mit dem Nervengift und auch hier in Deutschland lassen sich immer mehr Menschen ihre Mimikfalten mit Botulinumtoxin „lahm legen“. Allein 2003 behandelten die Mitglieder der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) rund 25.400 Patienten mit der Anti-Falten-Spritze. Mit unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken? „So ein drastischer Fall ist bei der Behandlung mit Markenprodukten in der Arztpraxis in Deutschland nicht vorstellbar“, erklärt Dr. Gregor Wahl, Facharzt für Dermatologie aus Berlin und Experte der GÄCD. „Kriminell ist natürlich alles möglich.“ Die Behandlung mit Botulinumtoxin ist absolut sicher, wenn nur zugelassene, kontrollierte Markenpräparate in gängiger Dosierung eingesetzt werden. Im vorliegenden Fall wurde in Amerika nicht zugelassenes Gift aus dem Labor, so genanntes „Billig-Botox“, in einer viel zu hohen Dosierung verwendet. Beruhigend: „Botulinumtoxin hat eine große therapeutische Bandbreite“, erklärt Dr. Wahl, „selbst wenn die doppelte Menge gespritzt werden würde, träten schlimmstmöglich lokale Nebenwirkungen auf.“ So könnte dann z.B. ein Nachbarmuskel mitgelähmt werden, und auch dies nur vorübergehend, denn der Körper baut die Substanz wieder ab. „Um eine toxische Wirkung zu erzielen, müsste man 30 Ampullen austrinken, und das tut ja niemand aus Versehen.“ Zur eigenen Sicherheit sollten Botox-Behandlungen nur in seriösen Facharztpraxen oder Kliniken durchgeführt werden, rät der Experte.

Botulinumtoxin: stark gegen Falten

Als Faltenkiller Nr. 1 ist die Substanz nicht mehr aus dem kosmetischen Behandlungsspektrum wegzudenken. In Amerika und auch hierzulande wurde es bereits millionenfach eingesetzt - mit durchweg guten Ergebnissen. „Sonst wäre der Boom schon längst abgeflaut“, erläutert Dr. Wahl. Aber auch hier gilt: Die Behandlung gehört auf jeden Fall in die Hände eines Facharztes, z.B. eines Dermatologen mit Erfahrung in der Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin. „Außerdem muss sich der Arzt mit der komplexen Anatomie der Gesichtsmuskulatur auskennen“, erklärt Dr. Wahl. Richtig angewendet lässt Botox Zornesfalten und Krähenfüße verschwinden sowie unbewusst verkrampfte Mimik entspannen.

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