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Der Tod der Dorfschönheit

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland warnt vor stereotypen Schönheitsidealen

Münster/Hofheim, 8. September 2005 - Vollbusig, stupsnäsig, mit vollen Lippen. So sieht das neue Schönheitsideal aus, dem vor allem junge Frauen in Deutschland nacheifern. Ästhetisch tätige Fachärzte verzeichnen eine immer größere Nachfrage der unter 30-Jährigen, die sich Brüste und Lippen vergrößern und die Nase verkleinern lassen, um diesem Schönheitsideal zu entsprechen. Dabei bleibt die individuelle Schönheit notgedrungen auf der Strecke – zugunsten eines stereotypen Schönheitsideals. „Sinn und Zweck der ästhetischen Chirurgie kann es niemals sein, allen die gleichen Gesichtszüge und Körperformen zu schneiden“, stellt Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e. V. (GÄCD), die größte Fachvereinigung für Ästhetische Chirurgie, anlässlich der 18. Jahrestagung der Gesellschaft in Münster klar. „Die Individualität muss auf jeden Fall erhalten bleiben.“ Hier ist die Sensibilität und Verantwortung des Arztes gefragt. Die Motive für eine Operation müssen dem Arzt nachvollziehbar erscheinen und ein echter Leidensdruck vorliegen, der die Risiken eines Eingriffes rechtfertigt. „Keinesfalls sollte die ästhetische Chirurgie dafür herhalten, operative Stereotypen à la Barbie zu erschaffen. Die individuelle Schönheit darf nicht aussterben“, so Prof. Bull weiter. Gleichzeitig hat jeder Patient, der mit dem Wunsch nach einer ästhetischen Operation einen Arzt aufsucht, das Anrecht, ernst genommen und umfassend beratend zu werden. Kommt der Arzt aber zu dem Schluss, dass der Patient einem falschen Ideal nacheifert, der seiner eigenen Persönlichkeit zuwiderläuft, muss er seriöserweise den Eingriff ablehnen. „Der behandelnden Arzt darf nicht zum reinen „Erfüllungsgehilfen“ des Patienten werden, der ihm alle Wünsche wahr macht, sondern steht dem Patienten gegenüber in der Verantwortung“, urteilt Prof. Bull.

Sinn der Ästhetischen Chirurgie

Zahlreichen Patienten kann mit einer Operation durch einen erfahrenen Chirurgen bei richtiger Indikation ein echter Leidensdruck genommen werden, wenn z.B. eine große Hakennase nicht so recht ins Gesicht passen will oder sehr große Brüste das Leben im wahrsten Sinne des Wortes schwer machen. „In solchen Fällen kann nicht von Schönheitswahn gesprochen werden. Hier hat die ästhetische Chirurgie ihre volle Berechtigung und verhilft dem Betroffen zu mehr Lebensqualität“, weiß Prof. Bull aus jahrelanger Erfahrung. Voraussetzung für den Erfolg der Operation ist, dass der entsprechende Facharzt speziell in der ästhetischen Chirurgie ausgebildet ist und auf den gewünschten Eingriff spezialisiert ist.

GÄCD: Größter interdisziplinärer Fachverband für Ästhetische Chirurgie in Deutschland

Die GÄCD vereint als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter ihrem Dach. Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie innerhalb ihrer jeweiligen Fachgebiete:

Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen gehört: So darf z.B. ein HNO-Arzt nach den Statuten der GÄCD eine ästhetische Nasenoperation ausführen, aber keine Brüste vergrößern und ein Augenarzt mit entsprechender Zusatzqualifikation nur ästhetische Lidoperationen vornehmen.

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