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Folgenschwere Beauty-OPs am Urlaubsort

Experten warnen vor verlockenden Dumpingangeboten in den Sommerferien

Bad Soden, 30. Mai 2006 - Sommerzeit, Ferienzeit, Beautyzeit. Bald starten die schönsten Wochen des Jahres. Für viele Deutsche muss in der wohlverdienten Urlaubzeit alles perfekt sein, auch ihr Körper: Da wird der Bierbauch schnell zum Frustmotor und wenn der Bikini zwickt, traut sich 'frau' nicht mehr ohne Hüfttuch auf die Sonnenliege. Die Spontanentscheidung zur Schönheitsoperation direkt am Ferienort liegt da nah, vor allem wenn Dumpingangebote an jeder Ecke locken. Ob Osteuropa oder Fernost, der Preis überzeugt viele nach dem Motto: kleiner Eingriff, große Wirkung. Doch leider oft mit fatalen Folgen: „Intensive Beratung, ein erfahrener Chirurg und vor allem die Nachsorge sind das A und O eines operativen Eingriffs, auch im Ausland. Oft kann das Arzt-Patienten-Verhältnis schon an der simplen Sprachbarriere scheitern“, warnt Prof. Heinz G. Bull, Präsident der GÄCD (Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.). Er beobachtet den stetig steigenden Trend zur Beauty-OP im Ausland mit Sorge und kann nur warnen. „Es gibt neben den Spontanentscheidern leider auch immer mehr Patienten, die ihr Urlaubsland nach den OP-Preisen auswählen. Wir sprechen hier von gezieltem Beauty-OP Tourismus“, erläutert Prof. Bull. In den letzten zwei Jahren mussten die Experten der GÄCD zahlreiche misslungene Auslandsoperationen nachkorrigieren. „Der Trend nimmt leider stark zu. Die Dumpingpreise einiger Anbieter sind für manche Urlauber einfach zu verlockend“, weiß Prof. Bull.

Deutsche Qualitätsstandards helfen

Gefahrloser und mit einschätzbarem Risiko gestaltet sich eine Schönheitsoperation in Deutschland. Das deutsche Rechtssystem kennt den Begriff „Patientenhilfe“. Die juristischen Aspekte bei einem Eingriff im Ausland sollten vom Patienten nicht unterschätzt werden. „Da kann bei nicht korrekt ausgeführten Behandlungen meist kein Schadensersatz gefordert werden. Das vergessen viele Interessierte leider bei der Spontanentscheidung für einen ästhetischen Eingriff in fremden Ländern“, erläutert der Experte. Im Rahmen der Qualitätsstandards der GÄCD spielt das ganzheitliche Behandlungskonzept am Patienten eine entscheidende Rolle: Dies beinhaltet sowohl den verantwortlichen Umgang mit Fremdstoffen im menschlichen Körper als auch eine Risikoabschätzung. „Vor einem Eingriff werden mindestens zwei ausführliche Gespräche geführt. Risikofaktoren und eingenommene Medikamente werden dokumentiert, damit der Eingriff optimal läuft. Erst wenn auch der Grund für den Eingriff stichhaltig ist – dazu gehört z. B. nicht der Wunsch des Partners auf größere Brüste der Ehefrau – wird die Operation in allen Einzelheiten besprochen. Die Nachsorge wird ebenso detailliert vom behandelnden Arzt durchgeführt, wie es bei einem herzchirurgischen Eingriff üblich ist“, berichtet Prof. Bull aus seinem Klinikalltag. Doch nicht jede Schönheits-OP im nahen und fernen Ausland muss böse enden: Sicherlich können im Ausland „Schnupperangebote“ für Beautyoperationen auch seriös sein. „Es ist so wie beim Russischen Roulette. Nicht alles muss schlecht sein, was im Ausland gemacht wird. Ich weiß, dass auch viele gute medizinische Eingriffe durchgeführt werden. Die Preise im Ausland für gute Operationen sind jedoch ähnlich wie in Deutschland“, weiß Prof. Bull.

Checkliste: Auslandsoperationen

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