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Klare Positionierung der GÄCD-Experten:

"Schönheitschirurgie muss raus aus der Schmuddelecke"

Hamburg, 4. September 2008 - Zahnärzte, die Faltenunterspritzungen im Gesicht vornehmen, Ärzte, die „Botox to go“ anbieten oder die mediale Verharmlosung von Operationen und ästhetischen Maßnahmen und die damit einhergehende öffentliche Wahrnehmung, dass alles machbar ist. Die 450 Mitglieder der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD) beobachten diese aktuelle Situation mit Sorge. „Wir befürchten einen massiven Imageschaden im gesamten Umfeld der so genannten Schönheitschirurgie“, erklärt Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull. „In der Ästhetischen Chirurgie geht es nicht darum, alles zu machen was machbar ist. Vielmehr soll dem Patienten der Leidensdruck genommen werden, wenn er z.B. wegen einer großen Höckernase unglücklich ist. Seriös ausgeführt ist dann Ästhetische Chirurgie durchaus ein faszinierendes Teilgebiet der gesamten Medizin“, so Prof. Bull.

Zum Schutz der Patienten

Seit vielen Jahren macht sich die GÄCD stark für eine umfassende Information und Aufklärung der Patienten, die plastisch-ästhetische Eingriffe vornehmen lassen wollen. Der größte interdisziplinäre Fachverband in Deutschland hat die Anforderungen an seine Mitglieder folgendermaßen zusammengefasst:

Keine ästhetischen Operationen bei Jugendlichen

„Es gibt bereits bei Verbänden und Ärztekammern die Selbstverpflichtung der Ärzte, reine – also ästhetische - Schönheitsoperationen an Kindern und Jugendlichen nicht durchzuführen“, sagt Prof. Bull. Ausgenommen davon sind Jugendliche z.B. mit der Indikation Ohrenanlegen. Die GÄCD formuliert ein ganz klares Statement gegen Brustvergrößerungen oder auch Fettabsaugungen bei Minderjährigen, denn „der Körper hat sich ist noch nicht fertig entwickelt. Solche Eingriffe werden von uns grundsätzlich abgelehnt. Wenn ein Arzt bei diesen Indikationen zur Operation rät, sollte der Patient stutzig werden“, so Prof. Bull.

Wer operiert was – Fachärzte und ihr Betätigungsfeld

Im Sinne des Patienten postuliert die GÄCD eine so genannte Fachbezogenheit der regional tätigen – also organbezogenen – Chirurgen. Das heißt konkret, dass sie eine Spezialisierung fordert, deren Basis immer eine fachbezogene Ausbildung in der ästhetischen Chirurgie sein muss. „Diese Empfehlung orientiert sich an unserer Satzung sowie den Vorgaben der Ärztekammern, nach denen ein Facharzt sich nur in seinem Fachgebiet betätigen darf“, so Prof. Bull. Dies würde die Suche des Patienten zukünftig enorm erleichtern und kanalisieren Die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland gibt auf ihrer Internetseite eine Empfehlung, welche Facharztgruppen bezüglich einer speziellen Maßnahme gewählt werden sollten.

Faltenunterspritzung ist dermato-chirurgischer Eingriff

Die Nachfrage und damit der Aufklärungsbedarf bei Patienten zum Thema Faltenunterspritzung ist immens, denn Knötchenbildungen (Fremdkörper-Granulome), Schwellungen und Rötungen sind nur harmlose, mögliche Folgen einer Unterspritzung. „Wir können nur vor einem allzu lapidaren Umgang mit Faltenunterspritzungen warnen. Das Unterfüttern von Falten ist ein dermatologisch-chirurgischer Eingriff und gehört entsprechend in Facharzthände“, warnt Prof. Bull. Außerdem: Die aktuelle Gesetzeslage erlaube es ausschließlich approbierten Ärzten, ihrem Fachgebiet entsprechend zu unterspritzen.

Mehr als 120 verschiedene Produkte bietet der rasant wachsende, weil extrem umsatzstarke, Markt für Faltenunterspritzung. Empfohlen werden seitens der GÄCD ausschließlich resorbierbare Materialien, d.h. Filler, die abbaubar sind, z.B. Hyaluronsäure – im Gegensatz zu den permanenten Fillern, wie Silikon und andere. Deren Anwendung birgt ein nicht kalkulierbares Risiko – auch noch nach Jahren.


Herausgeber:

GÄCD - Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.

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