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Französische Gesundheitsbehörde warnt vor PIP-Silikonimplantaten

Experten der GÄCD rufen zur Vorsicht auf

Düsseldorf, im April 2010 – Im Jahr 2008 haben die Mitglieder der GÄCD (Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.) 5.248 Brustvergrößerungen durchgeführt. Man kann davon ausgehen, dass bundesweit jedes Jahr ca. 17.000 ästhetisch bedingte Brustvergrößerungen durchgeführt werden [1].

Meistens kommen Implantate zum Einsatz, die mit Silikongel gefüllt sind. Nun warnt die französische Behörde für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten (Affssaps) vor Silikonimplantaten der Firma Poly Implant Prothese (PIP), über die es auffällig viele Beschwerden aufgrund von platzenden Silikonkissen gegeben habe. „Die Implantate der Firma PIP werden in Deutschland wenig genutzt, obwohl die Firma hierzulande relativ preisgünstige Implantate vertreibt.

Daher besteht keine unmittelbare Gefährdung für deutsche Frauen“, konstatiert Dr. Matthias Gensior, Generalsekretär der GÄCD. „Patientinnen mit Silikonimplantaten sollten nicht in Panik verfallen, sondern ihren Patientenpass nach der Herkunft der Implantate überprüfen und gegebenenfalls ihren Operateur kontaktieren, um eine Kernspinuntersuchung vornehmen zu lassen. Auch gilt dies nur für Implantate, die ab 2006 eingesetzt wurden“ Bei einer Inspektion im PIP-Werk La Seyne-sur-Mer sei in Prothesen anderes Silikon gefunden worden als angegeben, erklärte die Afssaps und forderte deshalb die Schließung jenen Werkes.

PIP hat nach eigenen Angaben seit 1992 mehr als 200.000 Brustimplantate verkauft. Angeblich soll das nicht zugelassene Silikon seit 2006 benutzt worden sein. Dr. Gensior rät allen Patientinnen, die in diesem Zeitraum operiert wurden zur Überprüfung der Implantate bei den entsprechenden Operateuren.

Wie viele Implantate auf den deutschen Markt gelangt sind, ist nicht bekannt. Allein in Frankreich sind von 500.000 Frauen mit Brustimplantaten möglicherweise 30.000 betroffen. Der generelle Appell der GÄCD-Experten: Keine vorschnelle Entscheidung für einen Eingriff. Nicht blenden lassen von vermeintlichen günstigen, risikoarmen und operationslosen Eingriffen.

Langfristige Studien und Erfahrungen mit den Materialien erfragen. Überprüfung der verschiedenen Möglichkeiten des Brustaufbaus anhand der individuellen Situation – gemeinsam mit dem Facharzt. Die GÄCD vereint zurzeit ca. 460 Mitglieder als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter ihrem Dach.Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie innerhalb ihrer jeweiligen Fachgebiete:

Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen gehört.

Weitere Infos unter: www.gacd.de.


[1] Hochrechnung ergibt sich aus der Anzahl weiterer Operateure (ca. 500), die in anderen Fachverbänden organisiert sind.

Herausgeber:

GÄCD - Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.

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